Montag, 25. August 2025
Besuch in St. Joseph
St. Joseph ist eine Stadt im Bundesstaat Michigan in den Vereinigten Staaten. Sie wurde 1834 gegründet und erhielt 1891 die Stadtrechte. Bei der Volkszählung von 2010 hatte die Stadt 8365 Einwohner. Sie liegt am Ufer des Lake Michigan an der Mündung des St. Joseph River etwa 140 km nordöstlich von Chicago. St. Joseph ist die Hauptstadt des Berrien County. Des Weiteren ist sie der Sitz der American Society of Agricultural and Biological Engineers.
Anfangs war das heutige Gebiet um St. Joseph ein wichtiges indianisches Handelszentrum, da es an einer Hauptroute zwischen den Großen Seen und dem Mississippi liegt. Sowohl die Miami als auch die Potawatomi reisten auf dieser Route und nutzten das Gebiet um St. Joseph zur Rast. Des Weiteren bot der St. Joseph River eine Verbindung zu einem Handelsweg der Sauk, der als Hauptlandweg durch Michigan galt.
1669 entdeckten Europäer die Flussmündung und der französische Entdecker Robert Cavelier de La Salle gründete an dieser Stelle das Fort Miami. Im Jahr 1679 wartete La Salle vergeblich auf die Rückkehr der Le Griffon. Als er das Schiff als vermisst aufgegeben hatte, durchquerten er und seine Männer als erste Europäer die Untere Halbinsel.
Der nächste weiße Siedler im Gebiet war William Burnett, der um 1780 einen Handelsposten an der Mündung des St. Joseph Rivers betrieb. Er handelte mit Lebensmitteln, Fellen und anderen Gütern mit Detroit, Mackinac und Chicago.
1829 kam Calvin Britain, der an einer baptistischen Mission in Niles gelehrt hatte, aus Jefferson County in die Gegend um St. Joseph. Kurze Zeit später entwickelte er eine Flurkarte für eine Siedlung, die er nach einer Küstenstadt in Massachusetts Newburyport nannte und zog damit weitere Siedler in das Gebiet. Die Grundstücke verkauften sich schnell und die Siedlung florierte. Die Mündung des St. Joseph wurde begradigt und Landungsbrücken wurden gebaut. Des Weiteren entstand in dieser Zeit der erste Leuchtturm in St. Joseph. 1834 wurde Newburyport umbenannt und St. Joseph wurde gegründet.
Der Besuch von St. Joseph und der Stadt Benton Harbor wirft uns mitten in die Geschichte des Rassissmus in den USA. WÄhrend die eine Stadt als "weiß" galt, war die andere als "schwarz" bekannt. Durch den Zuzug afro-amerikanischer Bürger fühlten sich viele "Weiße" in der Stadt nicht mehr wohl und verließen diese mitsamt ihrer Vermögenswerte. So wurde eine der Zwillingsstädte immer reicher, während die andere veramrmte. Es war Dr. Martin Luther King jr., der sich hier dafür einsetzte, dass man miteinander sprach und sich füreinander einsetzte. Erst vor wenigen Jahren wurden daher zwei Denkmale installiert: "The Mountaintop" und "A seat at the table".
Wir besuchen die First Congregational Church in St. Joseph. Der Pastor empfängt uns und gibt uns einen kleinen Einblick Einblick in seine Arbeit und die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Wir sind offensichtlich in einer sehr reichen Gemeinde gelandet. Ein heller Gottesdienstraum mit einer modernen Pfeifenorgel erwartet uns. Ebenso sehen wir viele Räume z.B. zur Nutzung durch den Chor, den Kindergottesdienstes und Räume für die Jugend. Wir sind beeindruckt. Beeindruckend auch das Treffen mit Mitgliedern der Gemeinde zum Abendessen. Wir haben einen regen Austausch. Ein Herr Schreiber erzählt uns von seinen Ururgroßeltern, die einst aus der Gegend um Baden-Baden hierher ausgewandert sind.
Wir beenden den Abend mit einer gemeinsamen Abendandacht. Eine sehr schöne Stimmung! Wir sitzen gemeinsam auf einer Wiese vor der Kirche, beten und singen zusammen. Es ist wunderbar.
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